• hopefeeling

Für Euch gebe ich 101%

Autorin: Rosa


Immer auf Achse

Von Termin zu Termin

Immer in Bewegung

Zwischendurch ein tiefer Atemzug

Kurz durchschnaufen und weiter geht’s

Niemals stehen bleiben, immer weiter machen

Es heißt wer bremst verliert und meine Bremse war gerade in der Wartung

Was steht heute auf meiner To-Do-Liste, reichen 24 Stunden oder ist schon wieder viel zu viel für die Länge des Tages geplant?



Solche Phasen hatte ich in den letzten 4 Jahren immer wieder. Warum bei mir so viel los ist? Ich möchte es Dir erzählen.

Seit meiner Kindheit habe ich einen Traumberuf und der stand immer an erster Stelle. Einen anderen Beruf konnte ich mir nicht vorstellen. Früher hieß es Kindergärtnerin oder Kindergärtner und heute ist der fachlich korrekte Begriff Erzieherin oder Erzieher.

Mein Traumberuf, meine Lieblingsbeschäftigung, meine Passion, meine Berufung. Gott hat mich dazu berufen diesen Beruf auszuüben.

Gott hat mir ein Herz für Kinder geschenkt und durch Kinder erinnert er mich stätig daran, was für ein liebevoller und großartiger Vater er ist. Mein Herz schlägt für Kinder und deshalb gebe ich alles was ich habe für sie.

Eine gute Freundin und zweifache Mutter sagte mal etwas sehr Einprägsames zu mir:

„Rosa, du hast mindestens genauso viel Energie wie die Kids und ich bewundere dich dafür.“

Meiner Meinung nach muss man diesen Beruf von ganzem Herzen und mit ganzem Herzen wollen. Kinder haben ein unfassbares Feingefühl und sie spüren sofort, wenn sich jemand nicht zu 100% auf sie einlässt.

Sie wollen 100% von dir. Ich gebe ihnen 101%. Und wenn du dich jetzt fragst woher dieses eine Prozent herkommt, dann brauch ich nicht überlegen, denn alles was ich tue, alles was ich kann, das kann ich, weil es von Gott gewollt ist, weil er mir ein Herz für Menschen geschenkt hat.


In 5. Mose Kapitel 30 Vers 16 steht „Geht den Weg, den er euch zeigt / den er für euch vorbereitet hat.“ Ich bin Gott unfassbar dankbar, dass er mir schon in jungen Jahren klar gezeigt hat wo er mich haben möchte. Es stand quasi schon immer fest welchen Beruf ich erlernen werde und ich bin dankbar, dass es meine Berufung ist und das ich seinem Ruf gefolgt bin. Ich werde im Sommer das vierte von fünf Ausbildungsjahren beenden und im Sommer 2021 bin ich dann so Gott will Erzieherin.


Vielleicht liest du das jetzt und denkst dir, man warum hat Gott mein Leben nicht so klar gelenkt, warum habe ich ein Studium oder Ausbildung angefangen, abgebrochen und wieder etwas neues angefangen… Es gibt viele Menschen denen es so geht und das ist überhaupt nicht schlimm, denn eines steht fest und das wird sich auch nicht ändern. Gott hat einen Plan für dein Leben und Gott meint es gut mit dir und er möchte das beste für dich.

Ich hatte schon immer ein großes Herz für die Menschen um mich herum und dementsprechend habe ich auch früh begonnen mich um andere zu kümmern und mich selbst oft hintenangestellt. Als erstes schaue ich wie geht es den Menschen um mich herum und danach mache ich mir Gedanken um mich selbst und vor allem liegt der Fokus dabei natürlich bei den Menschen, die noch nicht für sich selbst sorgen können und dass sind nun mal die Kids.

Kinder sind kostbare Geschenke und Kinder lassen mein Herz strahlen.

Es ist ein wundervoller, vielfältiger und abwechslungsreicher Beruf, doch der Weg dahin ist steinig und schwer. Ich wohne in Dresden und bin im 4. von fünf Ausbildungsjahren. In Sachsen sind diese fünf Jahre der schnellste Weg um als junger Mensch eine abgeschlossene Ausbildung zur Erzieherin zu bekommen. Fünf Jahre zusätzliche Schule, kein Verdienst, ein geringer Anteil an Praxis, monatliches Schulgeld, Erwartungen der Gesellschaft…


Das klingt jetzt alles nicht sehr überzeugend, doch ich habe mich dazu entschieden dem Ruf Gottes zu folgen. Ich wusste es wird nicht leicht und ich wusste auch, dass es für mich ein Kampf wird, da ich nie gern in die Schule gegangen bin. Die Leute, die mich kennen wissen, dass es nicht immer leicht für mich war. Ich hatte immer wieder Durststrecken, Zeiten, in denen ich ankämpfen musste, mir selbst sagen musste das nicht wichtig ist was die Gesellschaft von mir erwartet. Es gibt immer wieder Tage, an denen ich überhaupt keine Lust auf Schule habe und besonders an diesen Tagen erinnere ich mich an den Ruf Gottes. Neben Schule und Nebenjob blieb nicht mehr viel vom Tag übrig, doch die Zeit, die ich habe, habe ich genutzt. Ich habe mich um kleine Kinder gekümmert, bin meinen Hobbys nachgegangen, habe neue für mich entdeckt, habe intensiv Zeit mit Gott verbracht (auch wenn es manchmal nur fünf Minuten waren) und habe mein Herz mit Praxis gefüllt.


Seit vier Jahren vertraue ich darauf, dass Gott mich durch diese Zeit trägt. Ich habe gelernt, dass die Erwartungen der Gesellschaft nicht meinen Wert bestimmen. Nicht den Menschen, sondern Gott möchte ich gerecht werden.


Wie sieht es bei dir aus?

Wonach strebst du?


Er bestimmt meinen Wert hier auf der Erde und mit ihm möchte ich im reinen sein. Gott möchte, dass wir ihm vertrauen, also sei mutig und lass dich von ihm führen. Öffne deine Ohren und höre ihm zu, was er für dich vorbereitet hat. Er hat einen perfekten Plan und er weiß heute schon was morgen ist. Gott hat sich unfassbar viel Mühe gegeben als er uns geschaffen hat, denn wir sind alle ganz verschieden und so verschieden sind auch die Pläne Gottes für unser Leben. So unterschiedlich sie auch sind in der Bibel gibt er uns Versprechen und die sind für jeden Menschen gleich.


Ließ dazu Jeremia, 29 Vers 11 und Psalm 143 Vers 10

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