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SEIN Wille geschehe

Autorin: Esther


Manchmal bin ich richtig enttäuscht von Gott. Natürlich weiß ich, dass Gottes Plan so viel besser ist als der meine, aber ich falle immer wieder auf dieselbe Lüge rein und ich möchte heute bisschen über sie reden: „Gottes Plan für dein Leben ist wunderschön.“

Ich denke, jeder hat diesen Satz schon mal in seinem Leben gehört. Nun fragst du dich vielleicht, was denn daran eine Lüge sein kann, aber es ist nicht das, was man offensichtlich erkennt, sondern, was wir Menschen daraus machen. Ich zum Beispiel war felsenfest davon überzeugt, dass der einzige Plan, den Gott für mich haben kann, Ehefrau und Mutter zu sein ist. Natürlich ist das auch Gottes Plan für einige Menschen. Vielleicht fällt dir jetzt auch etwas ein, von dem du überzeugt bist, dass es Gottes Plan für dich ist.

Was erhoffst du dir? Wo willst du, dass Gott dich gebraucht?

Es ist keineswegs verwerflich, Träume zu haben. Mir geht es vielmehr darum, wie wir damit umgehen, wenn Gott mal Türen schließt. Nehmen wir den Segen unseres Schöpfers an oder haben wir Schöpfer gegen Schöpfung vertauscht und sind enttäuscht?


Was ich damit meine, ist, dass wir alle Stellen in der Bibel annehmen, die uns Segen, Frieden und Rettung versichern. Wieso denken wir, dass die Stellen von Verfolgung, Hass und Tod sprechen, nicht mehr für uns zutreffen?


Ich habe mich immer wieder mal mit den Lebensgeschichten der Apostel beschäftigt und ich hätte ehrlich gesagt ein schlechtes Gefühl, einem von ihnen zu sagen, dass Gott einen wunderschönen Plan für sie hat. Weil deren Geschichte mir Angst macht. Vor allem, wenn ich bete, dass SEIN Wille geschehen soll. Dass ich wie andere Missionare verspeist, erschossen oder auf andere Art und Weise umgebracht werden könnte. Natürlich ist das ein extrem krasses Beispiel, aber was unterscheidet diese Beispiele zu unserem alltäglichen Zweifeln?

Wie weit wissen wir uns in Gottes Händen, wenn wir eine Klausur oder Prüfung nicht bestehen, wenn wir einen Job nicht bekommen, wenn Menschen sterben oder wenn wir Single sind? Und vor allem wenn wir – neutral betrachtet – NICHTS erleben, was die Apostel durchmachen mussten? Jeder hat seine Sorgen. Ich will euch keine Angst machen, aber auch keine falsche Hoffnung. Deshalb möchte ich euch und mich selbst ermutigen, immer wieder zu prüfen, ob wir unserem eigenen Willen nachlaufen und falsche Hoffnung haben oder ob wir wirklich 100 % Gott vertrauen und auf ihn hoffen. Denn ich sag’s euch: Es ist soo einfach, sich zu verrennen und Gottes perfekten, wunderschönen Plan durch das eigene Verständnis vom Christsein zu tauschen. Aber wenn wir wirklich wahre Hoffnung haben, dann werden wir von Gott nicht enttäuscht!


Lasst das unser Gebet sein – ob es uns gut geht oder wir gerade hoffnungslos sind, dass Gott uns offenbart, wo wir uns verrannt haben, wo wir falsche Hoffnungen haben, damit wir wieder zurück zu ihm kommen können und seinen wunderschönen Plan wirklich genießen zu können.


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